Die Spanische Grippe, eine Seuche, die 1918 auftrat, forderte mit 20 bis 50 Millionen Opfern mehr Menschenleben als die Kriegshandlungen des Ersten Weltkriegs. Die Letalitätsrate dieser Pandemie, die zwischen fünf und zehn Prozent lag, ist deutlich höher als die anderer Erkrankungen durch Influenza-Erreger. Der Name der Grippe ist auf die liberale Zensur Spaniens zurückzuführen, die das Ausmaß der Seuche nicht vertuschte, sondern Nachrichten über die erkrankten spaniesche Bevölkerung veröffentlichte. Doch nicht nur Spanien, auch Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Großbritannien und die USA litten stark unter der Seuche.
Das Buch Die Spanische Grippe - Eine Geschichte der Pandemie von 1918 von Harald Salfellner ist die zweite Auflage, die zusätzlich mit Bezügen zur COVID-19-Pandemie aktualisiert wurde. Der Autor beschreibt den Verlauf der Pandemie und informiert sachlich. Das Werk ermöglicht Einblicke in das Leben der Soldaten, Ärztinnen und Ärzten und Zivilisten. In 28 Kapiteln werden die unklaren Ursprünge, die Hilflosigkeit der Mediziner:innen, getroffene Maßnahmen, der Verlauf der Wellen in verschiedenen Ländern und das Krankheitsbild der Spanischen Grippe geschildert.
Das Buch ist mit vielen Bildern aus dieser Zeit gestaltet, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben. Ich kann es wirklich allen weiterempfehlen, die sich kritisch mit der Thematik auseinandersetzen möchten, da es für uns diese schreckliche Pandemie heute gut nachvollziehen lässt. (Elaine Hollerer, 7a)